| Rainis Blickwinkel |
| Pinguins führen Ice Tigers aufs Glatteis – Christian Wejse scheidet verletzt aus |
| 10.01.2026 - 02:17 |
Offiziell hatten 4.764 Besucher für das Duell Bremerhaven gegen Nürnberg Tickets erworben. In der Eisarena am Wilhelm-Kaisen-Platz klafften aber große Lücken. Das lag an der doch anspruchsvollen Witterung mit Schnee und Glätte, was auf der heimischen Sofa nicht gefährlich werden konnte. Dass sich etwa 50 Anhänger aus dem Frankenland zur Küste durchgeschlagen hatten, war aller Ehren wert. Am Ende gewannen die Fischtown Pinguins mit 3:1 (2:0; 1:0; 0:1). Ross Mauermann feierte beim sechsten Sieg in Folge sein Comeback. Dafür traf es einmal mehr Christian Wejse, der vom Puck getroffen wurde und verletzt ins Krankenhaus musste.
Die Bremerhavener kamen gut in die Partie und hatten nach gerade einmal 40 Sekunden die erste Möglichkeit. Nico Krämmer bediente Andy Miele, doch der konnte Nürnbergs Keeper Evan Fitzpatrick, der den Vorzug vor Niklas Treutle bekam, mit einem Backhander nicht bezwingen (1.). Ansonsten hatte die Veranstaltung auf dem Eis im ersten Durchgang den Charme eines Trainings unter Wettkampfbedingungen. Dennoch ergaben sich hüben wie drüben immer wieder Gelegenheiten zum Torerfolg. Miha Verlic nagelte einen Pass von Ziga Jeglic neben die Kiste (4.). Treffsicher erwies sich Rayan Bettahar, der ein präzises Zuspiel von Nino Kinder zum 1:0 einschickte. Zuvor hatten die Bremerhavener aber Glück, dass Charlie Gerard den Puck nach einer Hereingabe von Marcus Weber verpasste (6.). Ziemlich überrascht wirkte Leon Hungerecker bei einem Versuch von Evan Barratt, der von der blauen Linie abzog, das Ziel jedoch knapp verfehlte (11.). Da passte es perfekt ins Drehbuch der Pinguins, dass Jan Urbas einen schnörkellosen Angriff einleitete und nach einem Doppelpass mit Phillip Bruggisser zum 2:0 einschob (15.). Unmut machte sich auf den Rängen bemerkbar, als die Referees Marc Iwert und Marian Rohatsch Ludwig Byström wegen Beinstellens in die Kühlbox schickten, obwohl vorher nach Ansicht der Zuschauer ein Iserlohner beim gleichen Delikt straffrei ausging. Beide Entscheidungen waren allerdings richtig getroffen (16.). Aus der Überzahl konnten die Gäste kein Kapital schlagen.
Im Mittelabschnitt wurde die Partie lebendiger. Das lag auch mit daran, dass Leon Hungerecker den endfälligen Onetimer von Samuel Dove-McFalls glänzend parierte (22.). Die erste Überzahl der Pinguins blieb ohne Nutzen. Ganz im Gegenteil, denn ein Schlagschuss von Jan Urbas traf Christian Wejse beim Screenen vor dem Nürnberger Gehäuse unglücklich im Gesicht. Der dänische Olympiateilnehmer konnte nicht mehr weitermachen und wurde zur weiteren Feststellung einer Diagnose ins Krankenhaus gefahren (25.). Ärgerlich, dass die Hausherren in der Folgezeit diverse Hochkaräter ungenutzt in den Schrank hängten. Sowohl Miha Verlic, der bei zwei auf eins den Querpass von Ziga Jeglic nicht verwerten konnte, als auch Nino Kinder – er scheiterte nach Vorlage von Bennet Roßmy an Goalie Evan Fitzpatrick (27.). Pech hatte Maxim Rausch, als er die Scheibe nur an den rechten Pfosten nagelte. Sekunden später machte es Matthew Abt mit einer List und schlürfte das Spielgerät flach durch Freund und Feind hindurch zum 3:0 in den Nürnberger Kasten (34.). Die Gäste aus Franken wollten allerdings die Punkte nicht ohne Gegenwehr an der Küste hinterlassen. Tyler Spezia probierte es im kurzen Eck, das hatte Leon Hungerecker jedoch verschlossen (37.). Auch für einen Schuss von Jakob Ustorf gab es kein Durchkommen (38.).
Die Nürnberger gaben zu Beginn des letzten Drittel noch mal Gas. Evan Barratt testete mit einem verdeckten Schuss die Aufmerksamkeit von Leon Hungerecker (41.). In Bremerhavener Überzahl enteilte Greg Meireles und wurde beim Abschluss vom Ex-Nürnberger Keeper zu Fall gebracht. Glück, dass die Herren in Schwarzweiß die Aktion anders einordneten (43.). Ein messerscharfer Pass von Akito Hirose aus der eigenen Zone an die gegnerische blaue Linie brachte Colt Conrad in ein eins auf null, doch Schlussmann Evan Fitzpatrick ließ sich den Puck nicht durch die Schoner schieben (45.). Eine Minute später zielte Bennet Roßmy zu genau und traf nur den linken Außenpfosten (46.). Das Spiel plätscherte dahin und die Pinguins waren vermehrt darauf bedacht, den Kasten für Leon Hungerecker mit allen Mitteln sauber zu halten. Dieser Plan ging bis 1:27 Minuten vor dem Ende auch auf, bevor Brett Murray das 3:1 über die Linie stocherte (59.). Jas Urbas erzielte zwar noch das vermeintliche 4:1 per „Emptynetter“, doch der Treffer fand keine Berücksichtigung, weil Matthew Abt in der Entstehung foul spielte und eine Strafzeit zog (60.).
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Rainer |
gedruckt am 11.01.2026 - 20:44 |
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