| Rainis Blickwinkel |
| Pinguins zu ineffizient – Straubing Tigers entführen drei Punkte |
| 05.03.2026 - 01:33 |
Nach dem eindrucksvollen Sieg am Sonntag bei den Eisbären Berlin stellten sich die Fischtown Pinguins im Heimspiel gegen die Straubing Tigers vor 4.767 Zuschauern (ausverkauft) selbst ein Bein und verloren 1:3 (1:1; 0:1; 0:1). Trotz zahlreicher Möglichkeiten gelang dem Team von Alexander Sulzer nur ein Treffer. Die Gäste aus Niederbayern überzeugten durch ihre unaufgeregte Spielweise und erzielten die Tore zu den günstigsten Zeitpunkten.
Miha Verlic erzielt seinen 16. Saisontreffer
Die Gäste begannen schwungvoll und hatten durch Tim Brunnhuber aus halblinker Position die erste Gelegenheit, doch der Puck flog über das von Kristers Gudlevskis bewachte Gehäuse (3.). Eine Minute später brachte Vladimir Eminger einen von Ludwig Byström an ihn adressierten Pass nicht an Straubings Keeper Henrik Haukeland vorbei (4.). Dann unterlief Rayan Bettahar ein Fehler von großer Tragweite. Um eine Scheibe an der gegnerischen blauen Linie zu behaupten, machte er einen Schritt nach vorn und lüftete die Abwehrreihe. Der Plan misslang und Nicholas Halloran machte sich auf und davon. Seinen Querpass verwandelte Tyler Madden eiskalt zum 0:1 (5.). Den möglichen Ausgleich verpasste Max Görtz, der das Spielgerät am rechten Pfosten freistehend neben die Kiste setzte (10.). Besser machte es Miha Verlic, der den Zuckerpass von C. J. Smith zum 1:1 ins Postfach nagelte (17.). Pech für Ross Mauermann, dass das Zuspiel von Nicholas Jensen von einem Straubinger geblockt am Tor vorbeistrich (19.).
Handicap Powerplay macht den Pinguins zu schaffen
Zu Beginn des zweiten Durchgangs wusste Fabian Herrmann mit der sich ihm bietenden Möglichkeit nichts anzufangen. Statt eines Torschusses zog er einen Move vor, der jedoch misslang und die Chance zur Führung war dahin (23.). Anschließend war es Alex Friesen, der über die rechte Seite vors Tor zog, aber an Henrik Haukeland scheiterte. Dass der Goalie dabei seinen Schläger regelwidrig einsetzte, entging den Referees Andre Schrader und David Cespiva bei einer sonst fehlerfreien Spielleitung (25.). Dann streckte Zach Leslie den Bremerhavener Max Görtz mit einem Ellbogencheck nieder und kassierte zurecht eine fünfminütige Strafe (26.). Das Fehlen von Jan Urbas macht das Überzahlspiel zwar variabler und weniger berechenbar, doch dieser Umstand bereitet den Pinguins auch untereinander Probleme. Schwerfällig und statisch lief die Strafzeit torlos von der Uhr (31.) Die Gäste beschenkten die Hausherren sogar anschließend mit einer weiteren Überzahl, aber auch die verpuffte wirkungslos. Lediglich Andy Miele zog mit einem Powerplay untypischen Solo vor das gegnerische Gehäuse, blieb dort jedoch mit der Scheibe an den Schienen von Henrik Haukeland kleben. Zumindest fingen die Frackträger auch keinen Shorthander (34.). Als treffsicher outete sich Alex Green, der eine Ablage von Nicolas Beaudin zum 1:2 ins Netz hievte (37.).
Schlechte Chancenverwertung besiegelt Niederlage
Anfangs des letzten Drittels kassierten die Pinguins ihre erste Strafzeit gegen Rayan Bettahar. Die Straubinger konnten daraus allerdings auch kein Kapital schlagen. Ganz im Gegenteil – Christian Wejse scheiterte im Zwei auf Eins nach dem Pass von Alex Friesen an Goalie Henrik Haukeland (42.). Ryan Merkley beendete das Überzahlspiel seiner Mannschaft mit einer selbst gezogenen Hinausstellung (43.). In der Folge ließen Nino Kinder (46.) und Christian Wejse, der die Scheibe im Slot nicht voll traf (47.) gute Möglichkeiten liegen. Auch den zweiminütigen Aufenthalt von Justin Scott in der Kühlbox wussten die Bremerhavener nicht in Zählbares umzusetzen (54.). Kristers Gudlevskis wich bereits 4:02 Minuten vor dem Ende einem zusätzlichen Feldspieler. Einen Treffer erzielten jedoch die Gäste durch Tyler Madden, der die Scheibe ins verwaiste Tor bugsierte (57.). Warum Alexander Sulzer anschließend seinen Goalie wieder zwischen die Pfosten beorderte – okay. Das Resultat blieb bis zur Schusssirene unverändert. Damit schmolz der Vorsprung auf Verfolger Berlin (5:2 in Dresden) auf nur noch einen Punkt. |
Rainer |
gedruckt am 05.03.2026 - 13:36 |
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