Gelungener Start in die Saison – Pinguins gewinnen bei Aufsteiger Krefeld 3:1 (0:0; 3:1; 0:0)
Eine undankbare Aufgabe, am ersten Spieltag auswärts bei einem Aufsteiger antreten zu müssen. Die Fischtown Pinguins erledigten den Job jedoch erfolgreich und entführten drei Punkte aus der mit 8.029 Zuschauern ausverkauften Yayla-Arena. Dabei standen Headcoach Alexander Sulzer die Stammkräfte Colt Conrad, Nicholas Jensen, Nino Kinder und Bennet Roßmy nicht zur Verfügung.
Es dauerte bis zur fünften Spielminute, ehe Kristers Gudlevskis die erste gefährliche Situation in der Partie bereinigen musste. Dann wurde es etwas heißer in der Defensive der Bremerhavener. Ursache war eine Strafzeit gegen Alexander Friesen und dem folgenden straken Powerplay der Hausherren, doch der Lette im Kasten der Nordlichter parierte mehrmals mit außergewöhnlichen Reflexen (9.). Anschließend durften auch die Pinguins in Überzahl ran. Spannend war das aber nicht, was das Team von Alexander Sulzer anbot (12.). Endlich zeigten die Bremerhavener ihre offensiven Qualitäten, als Matthew Abt sich nach vorn schlich und die Scheibe neben die Kiste setzte (14.) und Akito Hirose den Krefelder Goalie mit einem Schlagschuss prüfte (15.). Denkbar knapp verzog Adam Payerl kurz vor der ersten Drittelsirene (19.).
Im Mittelabschnitt gingen beide Teams mehr ins Risiko. Daraus resultierte ein Konter der Gastgeber über Mathew Santos. Der bediente C.J. Suess, doch dessen Schuss flog über das Bremerhavener Gehäuse (22.). Besser machten es die Pinguins bei ähnlicher Konstellation. Roman Kechter scheiterte zwar an Schlussmann Felix Bick, aber den Rebound setzte Christian Wejse zum 1:0 in die Maschen (23.). Nur 31 Sekunden später vollendete Miha Verlic einen Pass von Lenny Boos zum 2:0, nachdem der sich in der Rundung vorzüglich seines Gegenspielers entledigt und den Slowenen in Szene gesetzt hatte (23.). Vladimir Eminger probierte es anschließend von der linken Seite, doch Felix Bick behielt diesmal – wenn auch im Nachfassen – die Oberhand (24.). Zwei Minuten später reanimierte Max Newton die zwischenzeitlich verstummten Anfeuerungen des heimischen Publikums, als er Kristers Gudlevskis mit einem Flachschuss zum 2:1 überraschte (26.). Ein zweites Mal ließ sich der Bremerhavener Keeper vom Torschützen jedoch nicht bezwingen, sondern parierte dessen listigen Versuch im linken Eck (29.). Für etwas Entspannung bei den Pinguins sorgte Akito Hirose in der 36. Spielminute, als er die Scheibe vom linken Bullykreis aus zum 3:1 hinter Felix Bick einparkte. Eine weitere Unterzahl überstand das Team von Alexander Sulzer schadlos (40.).
Im letzten Durchgang legten die Hausherren noch mal einen Gang zu. Roope Mäkitalo verpasste jedoch einen Pass von Marcel Müller (42.) und einen von den Krefeldern initiierten Flächenbrand vor dem Kasten von Kristers Gudlevskis löschten seine Vorderleute mit etwas Glück (43.). Die Gastgeber beraubten sich anschließend einer möglichen Aufholjagd selbst, als Mathew Santos nach einem Kniecheck an Ludwig Byström mit einer fünf plus Spieldauerstrafe in die Kabine geschickt wurde. Leider war auch für den Bremerhavener die Partie gelaufen. Der Verteidiger schied verletzt aus (48.). Für einen weiteren und entscheidenden Treffer nutzten die Pinguins die folgende Überzahl allerdings nicht. Die Powerplay-Formationen agierten zu pomadig, um dem dezimierten Aufsteiger weh zu tun (53.). Ex-Pinguin Thomas Popiesch zog zwar alle Register, doch sowohl die Herausnahme seines Keepers zu Gunsten eines weiteren Feldspielers als auch eine Auszeit brachten nichts ein. Als sich seine Mannschaft 47 Sekunden vor dem Ende noch eine Hinausstellung erlaubte, war die Begegnung entscheiden und die drei Punkte im Gepäck der Pinguins verstaut.