Erfolgreiches Wochenende für die Pinguins – Heimsieg gegen Iserlohn
Zwei Spiele – zwei Siege und sechs Punkte. So lautet die Bilanz nach dem ersten Wochenende für die Fischtown Pinguins. Am Sonntagnachmittag ließ das Team von Alexander Sulzer dem 3:1-Erfolg am Freitag in Krefeld ein 2:1 (0:0; 2:1; 0:0) gegen Iserlohn folgen. Vor 4.748 Besuchern erzielten Miha Verlic und Nico Krämmer die Treffer. Erfreulich, dass Ludwig Byström und Nino Kinder wieder mitwirken konnten. Nicholas Jensen und Colt Conrad standen weiterhin nicht zur Verfügung.
Die Pinguins erwischten einen guten Start und verbuchten mehr Spielanteile. Allerdings sprang lediglich eine Möglichkeit für Phillip Bruggisser heraus, die am linken Gestänge vorbeizischte. Die Gäste hingegen waren zunächst nur selten im gegnerischen Drittel aufzufinden. Der Konter von Christian Thomas und Cole Maier nach Abstimmungsproblemen in der Bremerhavener Defensive waren brandgefährlich und von Kristers Gudlevskis nur schwer zu meistern (4.). Dann brannte es endlich vor dem Hühnerstall. Miha Verlic scheiterte nach Zuspiel von Alex Broadhurst jedoch ebenso wie kurz darauf Max Görtz an Gästekeeper Hendrik Hane (5.). Im Powerplay klappte es wieder nicht so richtig, obwohl die Pinguins ihre Überlegenheit anschließend ausbauten. Alex Broadhurst, Parker Tuomie und Andy Miele versiebten allesamt erfolgversprechende Gelegenheiten (14.). Im Penaltykilling ließen die Frackträger aber nichts anbrennen. Die Sauerländer kamen bei zwei Überzahlspielen nicht recht zur Entfaltung (18.).
Der Übertrag einer Strafzeit von 37 Sekunden wegen zu vieler Spieler auf dem Eis gegen die Roosters genügte den Pinguins für den Führungstreffer. Miha Verlic zog einfach mal aus der zweiten Reihe ab und durch Mann und Maus hindurch zischte die Scheibe zum 1:0 ins Netz (21.). Christian Wejse (22.) und Lenny Boos (27.) verpassten eine Resultatsverbesserung. Ein von den Unparteiischen Aleksander Polaczek und Marian Rohatsch nicht geahndetes Foulspiel von Robin Norell an Maxim Rausch ermöglichte den Gästen die komfortable Chance für Justin Scott zum Ausgleich, doch Kristers Gudlevskis ließ sich nicht bezwingen (30.). Die recht kleinliche Regelauslegung gegen Rayan Bettahar wegen eines vermeintlichen Beinstellens sollte Folgen haben. Begünstigt durch einen Stellungsfehler von Maxim Rausch hatte Cole Maier plötzlich freie Bahn und erzielte den 1:1-Ausgleich (33.). Der Treffer gab den Gästen Aufwind, ohne jedoch den Bremerhavener Kasten ernsthaft in Gefahr zu bringen (37.) Auf der anderen Seite blieben die Pinguins in einem weiteren Powerplay einiges schuldig (39.). Dass sie dennoch mit einer Führung in die zweite Drittelpause gingen, war einer Energieleistung on Nico Krämmer zu verdanken. Der bugsierte das Spielgerät trotz regelwidrigen Einschreitens eines Abwehrspielers und angezeigter Strafe zum 2:1 in den linken Winkel (40.).
Die Pinguins kamen stark aus der Kabine und fast hätte Miha Verlic den Vorsprung ausgebaut, als er sich durch die Defensive der Iserlohner tankte, aber in Hendrik Hane seinen Meister fand (44.). Stattdessen fingen sich die Bremerhavener fast den erneuten Ausgleich. Kristers Gudlevskis bewahrte beim Konter durch Dennis Lobach die Ruhe und machte seine Kiste zu. Die Roosters befanden sich zu diesem Zeitpunkt in Unterzahl (45.). Anschließend wurde es hektisch. Nach einem unglücklichen Zweikampf zwischen Justin Scott und Lenny Boos kam der Bremerhavener unglücklich zu Fall und verletzte sich. Matthew Abt sann auf Rache und zündete mit einem Cross-Check an einen Iserlohner eine Boxparty. Am Ende gingen 41 Strafminuten in den Spielbericht, deren Verteilungsschlüssel bei den Referees mit 30 Minuten für die Pinguins und nur 11 Minuten für Iserlohn ein wenig in Schieflage geriet. Zumal der Stockstich von Mac Hollowell an Alex Friesen fernab des Geschehens trotz Videoanalyse schlichtweg unberücksichtigt blieb (47.). Im zwischenzeitlichen Powerplay 4 gegen 3 knallte Max Görtz die Scheibe an die Querstange (48.). Ansonsten hatten die Pinguins sich ausschließlich auf die Verteidigung des knappen Vorsprungs zu konzentrieren. Das gestaltete sich umso schwerer, weil Rayan Bettahar (54.) und Roman Kechter (57.) nacheinander in die Kühlbox wanderten, während Akito Hirose ungestraft über den Haufen gefahren werden durfte (58.). Den Iserlohnern half selbst die Herausnahme ihres Torhüters für einen zusätzlichen Feldspieler nicht. Am Ende rettete das Bollwerk und einmal mehr Kristers Gudlevskis den knappen Sieg über die Zeit.