Pinguins nicht schön aber erfolgreich – 2:1-Sieg gegen Frankfurt
Das Line Up der Fischtown Pinguins gleicht aktuell einer Wundertüte. Matthew Abt kehrte nach abgesessener Sperre zurück. Dafür fehlten neben den ohnehin Abwesenden plötzlich auch Nico Krämmer und Rayan Bettahar. Vor 4.367 Besuchern reichte es in der Eisarena am Wilhelm-Kaisen-Platz dennoch, um sich gegen den Tabellennachbarn Löwen Frankfurt mit 2:1 (1:0; 1:1; 0:0) durchzusetzen.
Die Fischtown Pinguins erwischten einen Traumstart. Nachdem Akito Hirose coast to coast die Scheibe ins Drittel der Gäste getrieben hatte und an Schlussmann Adam Scheel gescheitert war, verwertete Nino Kinder den Rebound nur 31 Sekunden nach Spielbeginn zum 1:0 (1.). Die Frankfurter antworteten mit einem klug vorgetragenen Angriff, den Kristers Gudlevskis gegen Brandon Biro entschärfte (3.). Das Team von Alex Sulzer bestimmte jedoch weiter die Spielrichtung und hätte Vorsprung durch Parker Tuomie (4.) und Andy Miele (5.) weiter ausbauen können. Letzterer stand wenig später nach einem Zuckerpass von Akito Hirose verwaist vor der Frankfurter Kiste, brachte den Puck aber nicht an Keeper Adam Scheel vorbei (8.). Dann war es Max Görtz, der von der rechten Seite Maß nahm und die Scheibe links über den Kasten feuerte (12.). Mit gefährlichen Aktionen zum gegnerischen Tor hielten sich beide Mannschaften anschließend bedeckt. Die unauffällig leitenden Referees Martin Frano und Marius Wölzmüller kamen mit jeweils einer Hinausstellung kurz vor dem Drittelende aus (20.).
Im Mittelabschnitt buchte Nicholas Jensen einen zweiminütigen Aufenthalt in der Kühlbox. Den verteidigten seine Teamkollegen jedoch gut und rochen bei einem Konter über Miha Verlic und Christian Wejse sogar einem Shorthander (25.). Etwas fahrig ging Andy Miele mit dem Zuspiel von Matthew Abt um und somit blieb auch diese Großchance ungenutzt (26.). Allmählich taten auch die Gäste mehr für die Offensive und Austin Wagner ärgerte sich über die vergebene Möglichkeit, als er frei am rechten Pfosten über die Scheibe schlug (29.). Daniel Pfaffengut Machte es seinem Kollegen nach und verwischte an gleicher Stelle ebenfalls die Chance zum Ausgleich (30.). Der fiel dann aber doch, weil Cameron Brace nach einem Querpass von Markus Schweiger goldrichtig stand und Kristers Gudlevskis zum 1:1 überwand (33.). Die Pinguins fanden jedoch eine schnelle Antwort. Das energische Forechecking von Colt Conrad und Alex Friesen hatte Erfolg. Die eroberte Scheibe landete bei Akito Hirose, der sie mit vollem Risiko zum 2:1 unter den Deckel der Gästekiste hämmerte (35.). Den zweiten Pausentee verdiente sich die Frackträger redlich, nachdem sie eine kleine Bankstrafe unbeschadet überstanden hatten (39.).
Im letzten Durchgang reduzierte sich das durchschnittliche Niveau der Partie noch ein wenig. Die einzig nennenswerte Gelegenheit für die Pinguins verbuchte Max Görtz in Unterzahl für sich, doch das Spielgerät verfehlte das Ziel um wenige Zentimeter (45.). Da auch das Powerplay einmal mehr harmlos und ohne einen einzigen Torschuss verstrich, verpassten die Hausherren die Chance, die Begegnung vorzeitig zu entscheiden (46.). Die Gäste aus der Mainmetropole waren um den Ausgleich bemüht und hatten Übergewicht, ohne jedoch die Bremerhavener Kiste ernsthaft in Gefahr zu bringen (49.). Die beste Möglichkeit wurde notiert, als Anthony Romano von der linken Seite vors Tor zog, dort aber von Kristers Gudlevskis an der Umsetzung seines Vorhabens gehindert wurde (52.). Die Hessen opferten noch ihren Keeper für einen zusätzlichen Feldspieler, aber ohne Erfolg. Am Ende brachten die Pinguins den knappen Vorsprung über die Ziellinie und buchten drei Punkte auf die Habenseite (60.).