Offensive harmlos – Pinguins unterliegen gegen Augsburg 0:3 (0:0; 0:0; 0:3)
Ohne sieben Stammspieler ging es für die Fischtown Pinguins heute zu den Panthern nach Augsburg. Die erste Nachverpflichtung von Teammanager Sebastian Furchner sorgte zumindest geringfügige Linderung bei den spielfähigen Akteuren. Der 25-jährige Kanadier Keean Washkurak absolvierte seine erste Partie, konnte die Niederlage seines Teams aber auch nicht verhindern.
Dabei hatten die Pinguins beste Voraussetzungen. Fabrizio Pilu nahm in der zweiten Spielminute Platz auf der Strafbank, doch Zählbares produzierten die Norddeutschen mit einem Akteur mehr auf dem Eis nicht. Stattdessen sorgte der Sünder bei seiner Rückkehr aus der Kühlbox für Gefahr, als D.J. Busdeker ihn beim zwei auf eins mit einbezog. Kristers Gudlevskis ließ sich aber nicht bezwingen (4.). Da die Gastgeber ebenfalls in Überzahl nichts zustande brachten, überstanden die Bremerhavener die zwei Minuten auch ohne Gegentreffer (13.). Über die kurze Ecke probierte es Moritz Elias, brachte die Scheibe allerdings auch nicht am lettischen Nationalkeeper vorbei (14.). Dann zog D. J. Busdeker davon, wurde jedoch von Matthew Abt entscheidend beim Abschluss gestört. Den Rest besorgte Kristers Gudlevskis (15.). Eine Hinausstellung gegen C. J. Smith blieb ohne Folgen (18.).
Auch im zweiten Durchgang bekamen die Pinguins frühzeitig die Möglichkeit, in Überzahl zum Erfolg zu kommen. Einmal mehr erwies sich das Powerplay als statisches Puckgeschiebe ohne zündende Idee für einen Torerfolg (23.). Die sich bietende Gelegenheit für Max Görtz, der sich geschickt durch die Abwehr fummelte, endete mit einem verschobenen Gehäuse der Puppenspieler und Tobias Ancicka als Besitzer des Spielgerätes (27.). Dass ein weiteres Überzahlspiel der Norddeutschen wirkungslos verpuffte, sei nur am Rande erwähnt (32.). Max Görtz (33.) und Nino Kinder (35.) vergaben ihre Chancen ebenfalls. Nur gut, dass die Augsburger in der Offensive kein anderes Bild abgaben als ihre Gäste und kurz vor Ende des zweiten Drittels eine numerische Überlegenheit ungenutzt ließen (40.). Vermutlich hätten beide Mannschaften noch Stunden spielen können, ohne einen Treffer zu erzielen.
Umso ärgerlicher, dass der beste Akteur auf dem Eis mit einem Fehler den Bann brach. Bei einem eher harmlosen Schuss von D. J. Busdeker aus halblinker Position ließ Kristers Gudlevskis die Scheibe unter seiner Fanghand zum 0:1 hindurchrutschen (44.). Matthew Abt hätte den Unfall umgehend wieder ausmerzen können, doch Tobias Ancicka zerstörte diesen Traum (46.). Gleichermaßen aussichtsreich war die Möglichkeit für Colt Conrad, doch auch er vergab kläglich (50.). Pech gesellte sich schließlich bei den Bemühungen der Pinguine auch dazu. Alex Friesen traf mit der Scheibe von der Grundlinie nur den Pfosten und nachdem diese sekundenlang auf der Torlinie trudelte, beförderte sie ein Augsburger Verteidiger aus der Gefahrenzone (53.). Bremerhaven nahm noch seinen Torhüter für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Zum Ausgleich reichte es aber nicht. Vielmehr erzielten Cameron Wright und Alexander Blank bei Empty Net noch zwei weitere Treffer zum 0:3 (60.).