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24. Oktober 2026

Zwei Tore und Kristers Gudlevskis reichen zum Sieg

Vor 4.381 Zuschauern trafen sich gestern Abend zwei DEL-Teams, bei denen auf Nürnberger Seite vier Akteure und bei den Fischtown Pinguins acht Akteure verletzungsbedingt fehlten. Die Verantwortlichen der Seestädter verpflichteten unter der Woche den Ex-Nürnberger Eugen Alanov, der in seiner ersten Partie gleich gegen die alten Kumpel ranmusste. Am Ende gewann die Mannschaft von Alexander Sulzer mit 2:1 (1:1; 1:0; 0:0) und beendete die Serie von drei Niederlagen, während die Ice Tigers ihrerseits seit vier Partien auf einen Sieg warten.

Die Bremerhavener begannen druckvoll, standen mit dem Torabschluss weiter auf Kriegsfuß. Christian Wejse verpasste gleich zweimal die Möglichkeit zur Führung (3.). Doch plötzlich blinkte Tyler Spezia in zentraler Position auf und bereitete Keeper Kristers Gudlevskis einige Mühe bei der Abwehr seines Schusses (5.). Derweil verhaspelten sich die Frackträger einmal mehr bei der Verwertung der sich ihnen bietenden Gelegenheiten. Colt Conrad und Florian Reinwald verfehlten das Nürnberger Gehäuse (7./8.). Dann war es „Bumm Bumm“ Bruggisser, der mit einem Kracher von der blauen Linie das 1:0 erzielte und die Durststrecke von 153,81 Minuten ohne Tor für die Pinguins beendete (9.). Eine Unachtsamkeit in der ansonsten stabilen Defensive der Bremerhavener nutzte Evan Barratt freistehend im Slot zum 1:1-Ausgleich, nachdem Samuel Dove-McFalls ihn bedient hatte (11.). Dieser hatte wenig später selbst die Chance auf einen erfolgreichen Abschluss, knallte die Scheibe jedoch über die Kiste (13.). Abgesehen von einer Einzelaktion von Andy Miele, der sich über die rechte Seite vor das Nürnberger Tor schraubte, aber knapp scheiterte (18.) erarbeiteten sich die Franken optische Vorteile. Dieser Umstand wurde durch eine Strafzeit gegen Eugen Alanov begünstigt, die die Pinguins allerdings ziemlich abgeklärt abarbeiteten.

Eine kurz vor Ende des ersten Drittels ausgesprochene Strafe gegen die Bremerhavener bestimmte die Anfangsphase nach dem Wiederbeginn. Unverhofft befreiten sich die Hausherren mit einem Konter zwei auf eins über Andy Miele und Max Görtz, aber was die beiden Strategen da fabrizierten, wurde für Nürnbergs Schlussmann Timo Bakos zur Formsache (22.). Wesentlich geschickter stellte sich kurz darauf Timo Bakos an, der Kristers Gudlevskis austanzte, jedoch den Puck nicht unter der ausgefahrenen Schiene des Goalies hindurch bekam (23.). Der nach wie vor wenig in Erscheinung tretende C. J. Smith gönnte sich einen Versuch aus zentraler Position und stellte Timo Bakos auf die Probe (27.). Nach einem Check von Austin Magera gegen den Kopf von Christian Wejse verhängten die Referees eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Die einhergehenden fünf Minuten Überzahl offenbarten einmal mehr, warum die Pinguins das statistisch schlechteste Team der DEL im Powerplay stellen. Viel Gespiele und Schnörkel mit der Scheibe, aber ein Preis für Schaulaufen ist im Eishockey nicht vorgesehen. Parker Tuomie vergab überdies noch einen Penalty, den Keean Washkurak gegen Julius Karrer herausgeholt hatte, kläglich (31.). Glück für die Bremerhavener, dass William Dufour frei vor Kristers Gudlevskis das Ziel mit der Rückhand verfehlte (34.). Dass man das Eishockey spielen nicht verlernt hat, bewiesen die Pinguins in der 38. Spielminute, als Christian Wejse die Scheibe von der linken Seite quer in den Slot schickte und Max Görtz zum 2:1 vollendete. Okay, dass sich der Schwede ganz cool eines Kunstschusses durch die eigenen Beine bediente, war schon dekadent.

Im letzten Durchgang suchten die Bremerhavener den Weg zur Entscheidung. Den Ausbau der Führung verpassten jedoch Alex Friesen (45.) und Colt Conrad (46.) mit ihren nicht präzisen Abschlüssen. Auch eine numerische Überlegenheit von zwei Minuten ließen die Pinguins wie schon zur Gewohnheit geworden, ungenutzt verstreichen (53.). Da wurde es noch mal richtig eng, zumal die Gäste von der Noris selbst die Gelegenheit hatten, mit einem Akteur mehr auf dem Eis zum Erfolg zu kommen. Das Kollektiv von Alexander Sulzer, der zwischenzeitlich auf nur noch drei Reihen umgestellt hatte, kämpfte und verteidigte mit Haut und Haar. Auch ein sechster Feldspieler nach Herausnahme des Torhüters führte die Nürnberger nicht zum Ausgleichstreffer. Dort saß der Stachel tief und so zettelte Samuel Dove-McFalls mit einem Cross-Check nach der Schlusssirene eine heftige Keilerei an. Andy Miele tauschte sich mit dem optisch doppelt so großen Übeltäter aus, während sich Christian Wejse bei Evan Barratt vorstellte. Vladimir Eminger hielt Greg Meireles in Schach. Die Unparteiischen untersagten anschließend das obligatorische Shakehand, um die Nettigkeiten nicht erneut zu entfachen.