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3. Oktober 2026

Trotz starker Leistung keine Punkte – Bremerhaven verliert am Pulverturm 3:4 (2:2; 0:0; 1:2)

Mit einem stark durch Verletzungen dezimierten Kader mussten die Fischtown Pinguins die Reise zum Auswärtsspiel nach Niederbayern antreten. Ohne Bennet Roßmy, Lenny Boos, Maxim Rausch, Roman Kechter, Alex Broadhurst sowie dem gesperrten Matthew Abt ging es in den Bus. Nur gut, dass sich Nicholas Jensen und Colt Conrad wieder arbeitsfähig meldeten. Und die Rumpftruppe machte ihre Sache gut, stand am Ende aber mit leeren Händen da.

Früh kredenzte sich Parker Tuomie eine Strafzeit. Wohl aber, um sich für seinen klasse Auftritt in dieser Begegnung noch zwei Minuten länger gedanklich vorzubereiten. Seine Teamkollegen verteidigten den numerischen Nachteil bestens (4.). Auch in der Folgezeit bewahrte Kristers Gudlevskis seine Mannschaft mit starken Reflexen. Gegen Stefan Loibl war es wieder brenzlig, aber der lettische Nationalkeeper stand wieder zwischen dem Straubinger Angreifer und einem Torerfolg (8.). In der zehnten Spielminute hatte Vladimir Eminger die erste Möglichkeit für die Seestädter, doch auch Schlussmann Florian Bugl ließ sich nicht überwinden. Das änderte sich eine Minute später, als Christian Wejse die Reisepapiere für Nino Kinder ausgestellt hatte und dieser eiskalt zum 1:0 vollendete (11.). Die Führung war aber nicht von großer Dauer, denn Marcel Brandt verzückte die Straubinger Fans nach Zuspiel von Skyler McKenzie mit dem 1:1-Ausgleichstreffer (13.). Der Torschütze probierte es bald darauf aus dem Halbfeld erneut, doch diesmal war Kristers Gudlevskis nicht zu bezwingen (16.). Als Adrian Klein durch eine Unaufmerksamkeit von Nicholas Jensen entwischen konnte und zum 1:2 einschoss, war der Bremerhavener Keeper chancenlos (18.). Umso wacher war der dänische Verteidiger, als er Parker Tuomie auf die Reise schickte und dieser das Spielgerät zum 2:2 versenkte (19.).

Beide Mannschaften agierten im Mittelabschnitt weniger spektakulär. Spencer Kersten (24.) auf der einen und Nino Kinder (25.) auf der anderen Seite unterlagen im Duell mit den Torstehern. Wenig später versetzte Parker Tuomie die Abwehr der Gastgeber in Aufruhr, als er mit der Scheibe am Schläger um den Kasten der Gastgeber herumfuhr und Goalie Florian Bugl mit einem Rückhandschuss in Bedrängnis brachte (27.). Mit dem Powerplay klappte es auch heute nicht. Nach einer Hinausstellung gegen Tim Brunnhuber musste die Nordlichter sogar noch froh sein, dass Kristers Gudlevskis bei einem Gegenzug von Jamieson Rees den Puck noch entscheidend um den Pfosten lenkte (31.). Auch eine weitere Strafzeit gegen die Tigers blieb erfolglos. Wobei Parker Tuomie mit einem Kracher ans Quergestänge großes Pech hatte (36.). Immer wieder war es der flinke Sechser, der gefährliche Angriffe kreierte. Einen solchen konnte Miha Verlic nicht kontrolliert zum Tor bringen (38.). Sekunden vor der zweiten Drittelpause versuchte es Stefan Loibl mit einem Rebound, doch Kristers Gudlevskis ließ den Traum des Straubingers platzen (40.).

Im letzten Durchgang wurde es auf beiden Seiten wieder lebhafter. Zunächst gönnte sich Parker Tuomie eine zweiminütige Pause in der Kühlbox, die seine Mitspieler aber erfolgreich verteidigten. Er hätte sogar noch eine Kopie seines ersten Treffers fertigen können, als er von der Strafbank kommend im eins auf null die Chance zur Führung hatte, die Scheibe diesmal jedoch knapp am rechten Pfosten vorbeisetzte (43.). Keinen Grund zum Jubeln bekam der Ex-Pinguin Skyler McKenzie, als er Kristers Gudlevskis das Ding in die Kiste fummeln wollte (45.). Mit einem Spieler mehr auf dem Eis sollte es dann für die Hausherren klappen. Völlig alleingelassen durfte Spencer Kersten den Pass von Jean-Christophe Beaudin zum 2:3 in die Maschen lupfen (52.). Nachdem C. J. Smith umgehend die Riesenchance zum Ausgleich versemmelte, klingelte es in der 56. Spielminute. Einen feinen Spielzug über Rayan Bettahar und Alex Friesen schloss Parker Tuomie zum 3:3 ab. Doch nur 35 Sekunden später ließen sich die Pinguins die Scheibe von Spencer Kersten zum 3:4 über die Torlinie rollen (57.). Die Zeit für eine erneute Antwort lief davon. Nachdem Kristers Gudlevskis seinen Arbeitsplatz für einen weiteren Feldspieler geräumt hatte, verpasste Nino Kinder exakt 21 Sekunden vor dem Ende freistehend das Erreichen einer Overtime (60.).