Crazy Pinguins Header
26. Oktober 2026

Beste Saisonleistung und starker Leon Hungerecker machen Ingolstadt platt

Das erste Spiel in dieser Saison mit mehr als drei Treffern und eine starke Leistung über 60 Minuten sorgten für die erste Niederlage der Ingolstädter nach zuvor vier Siegen in Folge. Mit 6:2 (2:0; 3:2; 1:0) gewannen die Fischtown Pinguins vor 4.249 Besuchern in der Eisarena am Wilhelm-Kaisen-Platz und machten in der Tabelle einen Sprung auf Rang neun.

Die Mannschaft von Alexander Sulzer musste mit neun Verletzten zunächst eine Strafzeit gegen Nicholas Jensen überstehen. Das klappte sehr gut und prompt hatte Andy Miele kurz nach deren Ablauf eine gute Möglichkeit, doch die Scheibe verfehlte ihr Ziel (4.). Auch Keean Washkurak konnte Keeper Devin Williams nicht überwinden (6.). Die Gäste antworteten mit Daniel Schmölz aus zentraler Position, aber auch dessen Versuch zischte am Kasten vorbei (11.). Es folgte eine Co-Produktion zweier Defensivakteure in Stürmermanier. Akito Hirose verzögerte einen Pass auf Phillip Bruggisser, bis der das schwarze Gummi in bester Schussposition zum 1:0 versenken konnte (12.). Den Bremerhavenern drohte Gefahr, als Myles Powell davonzog, jedoch beim Abschluss gestört mitsamt Leon Hungerecker ins Tor stürzte. Die Scheibe blieb allerdings bespielbar, die Partie kurz darauf unterbrochen (13.). Auch Florian Reinwald schliff seine Zielvorkehrung, feuerte den Puck aber neben die Kiste (15.). Umso größer war die Freude bei Max Görtz, als er die Scheibe im zweiten Versuch zum 2:0 über die Linie gestochert hatte (20.)

Der zweite Abschnitt begann ganz nach dem Geschmack der REV-Fans. Parker Tuomie bekam die Chance zum Break und ließ sich diese mit einem satten Schuss in die rechte Ecke auch nicht nehmen – 3:0 (23.). Weil Nicholas Jensen den Puck in der eigenen Zone vertändelte und seinem Gegenspieler mit der Kelle die Lippe lädierte, folgten für die Bremerhavener vier Minuten in Unterzahl (25.). Die Schanzer bestraften diese Eselei mit einem Treffer von Daniel Pietta zum 3:1 (26.). Darüber hinaus hielten sich die Pinguins schadlos. Wenig später schickten die Referees Andris Ansons und Jan Hribik auch Akito Hirose in die Kühlbox. Das war aber schon ziemlich kleinlich (29.). Sei’s drum – die Bremerhavener hielten auch in diesen zwei Minuten ihren Kasten sauber (31.). Hätten die beiden Zebras kurz darauf den gleichen Maßstab angelegt, wäre Morgan Ellis gegen Nicholas Jensen nach einer rüden Aktion in die Bande nicht mit zwei Strafminuten davongekommen (32.). Die Pinguins sühnten das Vergehen auf schmerzhafteste Weise. Den klugen Pass von Keean Washkurak nutzte Colt Conrad, um die Scheibe mit einem Kunstschuss zum 4:1 ins Ingolstädter Gehäuse zu bugsieren (34.). Die Gäste fanden allerdings eine passende Antwort. Einen Turnover mit drei auf eins vollendete Daniel Pietta mit einem Onetimer zum 4:2. Ebenso geschickt provozierte Nicholas Jensen anschließend eine Strafe gegen Emil Wasenden (35.). Auch wenn in Überzahl kein Eintrag ins Scoreboard heraussprang, sah das Powerplay schon wesentlich besser aus als in den vorangegangenen Partien. Wenn kurz nach Ablauf dennoch ein Tor erzielt wird – umso besser. Nicholas Jensen feuerte die Scheibe auf die Kiste, wo Keean Washkurak direkt vor Devin Williams zum 5:2 abfälschte (37.).

Für den Ingolstädter Keeper war der Arbeitstag ab der 41. Minute auch beendet. Backup Jonas Stettmer sollte ein Zeichen setzen. Zunächst machten ihm aber Max Görtz und Parker Tuomie mächtig Arbeit (45.). Ärgerlich, dass Andy Miele (47.) und Christian Wejse (49.) in Überzahl ihre guten Möglichkeiten wegwarfen. Auch eine weitere numerische Überlegenheit wussten die Bremerhavener nicht zu nutzen (57.). Ingolstadts Coach Mark French zog noch seinen Torhüter für einen sechsten Feldspieler, doch die Bremerhavener verrammelten sich in ihrer Zone und den Rest saugte Leon Hungerecker aus der Gefahrenzone. Kurz vor dem Ende blies Ludwig Byström den Gästen mit einem Lupfer von der eigenen Grundlinie zum 6:2 endgültig die Lampen aus (60.).