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Rainis Blickwinkel

Pinguins gewinnen Sechs-Punkte-Spiel – C. J. Smith erzielt Gamewinner
01.03.2026 - 21:15 von Rainer



Es bleibt vorerst dabei – die Fischtown Pinguins nutzen die Ostberliner Anschütz-Filiale weiterhin zum Abzapfen wichtiger Punkte in der Penny DEL. Auch das siebte Duell der Finalisten von 2024 in Folge ging an das Team von der Unterweser. Mit 3:1 (2:1; 1:0; 0:0) gewannen de Frackträger am heutigen Nachmittag in der mit 14.200 Besuchern ausverkauften Uber Arena. Die Mannschaft von Alexander Sulzer zeigte wie schon am Freitag gegen die Adler Mannheim eine bärenstarke Mannschaftsleistung und belohnte sich mit drei Punkten.

Weiter ohne Jan Urbas, Bennet Roßmy und Nico Krämmer – dafür mit einem Traumstart. In der 2. Spielminute schob der gebürtige Berliner Nino Kinder einen Pass in den Slot zum 1:0 über die Linie. Nach einem Techtelmechtel zwischen Maxim Rausch und Manuel Wiederer wurden die Pinguins von den Referees Sean MacFarlane und Marian Rohatsch mit dem ersten Training im Penaltykilling „belohnt“. Die Bremerhavener Box stand aber gut und den Hausherren fiel auch nichts Besonderes zum Ausnutzen des Vorteils ein (8.). Das war bei wieder ausgeglichener Personalstärke wesentlich gefährlicher. Ty Ronning verfehlte jedoch die Kiste und Marcel Noebels brachte die Scheibe nicht an Kristers Gudlevskis vorbei (10.). Die Dynamos drückten weiter aufs Gas, ohne allerdings zwingende Einschussmöglichkeiten zu generieren. Das war der optimale Zeitpunkt für den ersten Treffer von C. J. Smith im Dress der Pinguins. Der fing einen Pass von Ty Ronning ab, enteilte mit der Scheibe am Schläger und ließ Jonas Stettmer im Kasten der Berliner beim 2:0 keine Abwehrchance (13.). Als Maxim Rausch seinen Gegenspieler zu einer regelwidrigen Landung auf dem Eis verhalf, wandelte der amtierende Meister die angezeigte Strafe durch Leo Pföderl zur Bruchlandung für die Pinguins – 2:1 (15.). Eine anschließende Überzahl für die Bremerhavener blieb ungenutzt. Colt Conrad und Nino Kinder verpassten mit ihren Möglichkeiten, den alten Vorsprung wiederherzustellen (18.).

Marcel Noebels eröffnete den Mittelabschnitt mit einem klugen Pass auf Ty Ronning, der diesen jedoch am Tor vorbeisetzte (22.). Obgleich beide Teams das Geschehen auf dem Eis auf hohem Niveau im Griff hatten, fühlten sich die Abgesandten des DEB zur Beeinflussung berufen. Für einen alltäglichen Hit gegen den Oberkörper von Eric Mik erhielt Christian Wejse fünf Minuten plus Spieldauerstrafe, weil Marian Rohatsch und Sean MacFarlane bei der Videoschau vermutlich genetische Veränderungen des Berliners festgestellt hatten und den Check am Kopf oder Nackenbereich einordneten. Dass Lean Bergmann nach dem Zusammenprall seine vermissten Medikamente bei Christian Wejse vermutete, soll nur eine Randnotiz bleiben (23.). Glücklicherweise verstanden es die Berliner nicht, das Geschenk anzunehmen und so überstanden die Pinguins auch die zweite Unterzahl unbeschadet (28.). Dennoch steigerte sich das Arbeitsaufkommen von Kristers Gudlevskis zusehends. Immer wieder musste der Lette die Scheibe in der Gefahrenzone parieren. Da half den Pinguins die Hinausstellung gegen Korbinian Geibel entscheidend weiter. Miha Verlic lupfte das Spielgerät per Rebound zum 3:1 in die Maschen (34.). Die Dynamos erhielten durch den Treffer noch mehr Licht am Fahrrad, doch Kristers Gudlevskis entwickelte sich zum Turm in der Brandung. Auch für Eric Hördler war der lettische Schlussmann aus aussichtsreicher Position Endstation (37.). Eine Minute später war dann wieder die Rubrik „Peinliches aus dem DEB-Theater“ angesagt. Nachdem sich Colt Conrad mit einem Check ins Gesicht von Jonas Müller abgearbeitet hatte, zeigten die TV-Bilder den beiden Referees lediglich ein Vergehen wegen „Behinderung“ an. Die blutende Wunde reichte den zwei Artisten nicht, um eine große Strafe auszusprechen. So klein war dann doch der Pöker im DEB-Kostüm (38.). Wieder erwies sich das Penaltykilling der Bremerhavener als stabil (40.).

Die Pinguins wahrten im letzten Drittel Disziplin und beschränkten sich darauf, den Gastgebern durch Nachlässigkeiten zu Torchancen zu verhelfen. Eine derartige von Alex Friesen eröffnete Markus Vikingstad die Gelegenheit zum Anschlusstreffer, doch der Ex-Bremerhavener konnte die Vorlage von Manuel Wiederer nicht verwerten (45.). Der Schuss von Lester Lancaster bescherte Kristers Gudlevskis einige Probleme, doch im Nachfassen beseitigte der Keeper die noch glimmende Gefahr (48.). Nicht unpassend war die Strafzeit gegen Ty Ronning, auch wenn dieser verständlicherweise keinen Anlass für eine zweiminütige Auszeit in der Kühlbox sah (52.). Die Pinguins verstanden es aber nicht, dieses Geschenk für die endgültige Entscheidung zu nutzen. Auch der Alleingang von C. J. Smith brachte keine Erlösung, weil Jonas Stettmer den Weg durch die Beine schloss (55.). Die Berliner schafften es aber nicht, der Partie noch eine Wende zu geben. Selbst die Herausnahme des Goalies für einen zusätzlichen Feldspieler blieb erfolglos (60.).
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