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Schwacher Auftritt der Pinguine – leichter Sieg für Schwenningen
19.01.2026 - 01:17 von Rainer



4.753 Zuschauer waren in die Eisarena am Wilhelm-Kaisen-Platz gekommen, um ein spannendes Eishockeyspiel zu sehen. Zumindest vom Ergebnis her dürften die etwa 50 mitgereisten Fans aus dem Schwarzwald zufrieden gewesen sein. Was die Fischtown Pinguins ihren Anhängern anboten, würde im Discounter unter Magerkost einsortiert sein. Alle Mannschaftsteile offenbarten erhebliche Mängel und unterlag den Gästen verdient mit 2:5 (1:1; 0:2; 1:2).

Die Bremerhavener fanden nicht so recht in die Partie und mussten den Wild Wings die Hoheit in der Offensive überlassen. Allein eine Chance für Boaz Bassen sprang dabei heraus und machte deutlich, dass es auch den Gästen an Durchschlagskraft fehlte (5.). Sich selbst auszubremsen, klappte allerdings. Die Strafe gegen Phil Hungerecker bestraften die Pinguine prompt. Akito Hirose und Colt Conrad spielten Schach – Ziga Jeglic setzte die Gäste mit einem Schrägschuss zum 1:0 matt (7.). Die Schwenninger ließen dies nicht unbeantwortet auf sich sitzen und kamen durch Tim Gettinger (8.) und Kyle Platzer (9.) zu Chancen. Beide fanden aber keinen Weg an Keeper Leon Hungerecker vorbei. Da passte es vorzüglich, dass Vladimir Eminger die Scheibe nach einem Block der Gäste in den linken Winkel schickte. Die Referees Marc Iwert und Sean MacFarlane schritten jedoch zur Videoanalyse, legten einen schwachen Kontakt von Colt Conrad an Joacim Eriksson als Torhüterbehinderung aus und verweigerten dem Treffer die Anerkennung. Kann man so auslegen. Im nächsten Spielzug der Gäste schien Leon Hungerecker dem Ausbau der Führung noch nachzutrauern. Eric Martinsson probierte es mit einem Gezogenen und begrüßte die etwas schwerfällige Reaktion des Goalies – 1:1 (13.). Einen gelungenen Spielzug unter Einbeziehung von Colt Conrad setzte Nico Krämmer am Kasten vorbei (15.). Es hätte erneut Überzahl für die Bremerhavener geben müssen, doch das andauernde Haken eines Schwenningers an Ziga Jeglic blieb ungeahndet. Sean MacFarlane, der in der Nähe postiert war, meldete nur: „Kurz vor Acht – der Helm sitzt gut!“ (18.). Ein letztes Mal prüfte Ross Mauermann die Aufmerksamkeit von Joacim Eriksson, dann ging es in die erste Pause (20.).

Das bereits im ersten Durchgang nicht überschäumende Niveau reduzierte sich im Mittelabschnitt noch. Leichte Scheibenverluste auf beiden Seiten und die vergebliche Suche nach zündenden Ideen prägten die Anfangsphase. Dann tanzte Andy Miele durch die Schwenninger Zone, doch seinen Zuckerpass jagte Matthew Abt am leeren Kasten vorbei (24.). Eine Strafe gegen Ross Mauermann überstanden die Pinguine schadlos (27.). Dieser Teilerfolg verlor aber an Wert, als sich Leon Hungerecker einen Lupfer mit der Rückhand von der Grundlinie in den Winkel der kurzen Ecke werfen ließ. Wo eigentlich kein Platz war, schuf der Keeper der Pinguine welchen – 1:2 (31.). Dicke Luft herrschte anschließend vor der Kiste von Joacim Eriksson. Jan Urbas und Miha Verlic stocherten immer wieder, schlussendlich lagen alle Schwenninger auf einem Haufen und die Scheibe weigerte sich erfolgreich, die Torlinie zu überschreiten (33.). Obwohl die Hausherren nicht mit Akribie vorgingen, ergaben sich in den Offensivbemühungen immer wieder Gelegenheiten. Mit der von Ludwig Byström hatte Joacim Eriksson erhebliche Schwierigkeiten (36.). Wenn es vorn nicht klappt, schenkt man sich halt selbst einen ein. Ziga Jeglic gönnte sich einmal mehr eine Strafe, auch wenn sie nur 33 Sekunden dauerte. Da hatten die Wild Wings durch einen haltbaren Schuss von Thomas Larkin zum 1:3 getroffen (37.). Es wirkte teilweise emotionslos, was einige Pinguine vom Stapel ließen. Hier den Schläger hineinstoßen, da mal den Puck ins Leere passen. Den Willen, einen verunfallten Spielstand unbedingt zurecht zu rücken, sah man nicht. Ein Versuch aus der Distanz von Vladimir Eminger, den Joacim Eriksson entschärfte, machte dennoch Mut für das letzte Drittel (40.).

Leon Hungerecker, der einen gebrauchten Tag erwischte, stand auch im letzten Durchgang zwischen den Pfosten. Da dürfte es Balsam auf die Wunden gewesen sein, wie er den finalen Abschluss eines Schwenningers nach einer Hereingabe von Philip Feist parierte (43.). Dann versuchte es Matthew Abt mit aller Macht. Zunächst rettete Joacim Eriksson mit großer Mühe, doch wenig später feuerte der Bremerhavener Defender das Spielgerät doch zum 2:3 in die Kiste (49.). Schade, dass sich die Pinguine selbst im Weg standen. Da hatte Alex Trivellato mit seiner Strafzeit schon für Hilfestellung gesorgt, doch Colt Conrad verfehlte das leere Tor (50.) und Miha Verlic traf nur das Gestänge des Schwenninger Tores (52.). Glück im Unglück hatte dann Linesman Maksim Cepik, der von Nico Krämmer unbeabsichtigt über den Haufen gerannt wurde und zu Boden stürzte. Nach einer Pause konnte er wieder am Spiel teilnehmen (54.). Es kam wie es kommen musste. Die Bremerhavener nahmen Leon Hunger Ecker für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis. Die Gäste nutzten diese Gelegenheit zum 2:4 durch Alexander Karachun und dem 2:5 von Phil Hungerecker in der 60. Spielminute.
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